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Collaboration in the organization 2.0 – The end of hierarchy?

22. April 2010
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Im schönsten Sonnenschein präsentiert sich das Karlsruher Institute of Technology (KIT) („das deutsche MIT“) mit einer offenen und sehr frischen Atmosphäre. Das Institut für IT-basierte Dienstleistungen (KSRI) gewährte uns Einblicke in Ihre Forschung und Projekte wie People Services, Service Innovation, Customer Intimacy, Document Mashups und Service Level Engenieering.

Unser Highlight bei dem Besuch war der Vortrag von Andreas Neus (Researcher in der Service Innovation & Management Forschungsgruppe mit dem Schwerpunkt strategischer Implikationen von Innovation). Hier ein kurzer Einblick in die Thematik seines Vortrags:

Innovationen, wie die Erfindung der Schrift, die Einführung des Buchdrucks und zuletzt das Phänomen Twitter haben die Kosten der Informationsverbreitung über die letzten Jahrtausende kontinuierlich und in den letzten Jahren dramatisch gesenkt. Mit der Digitalisierung und dem Internet ist erstmalig die Vervielfältigung von Informationen losgelöst von der Vervielfältigung von Materie (Informationsträgern). Das hat es zuvor noch nie gegeben. Damit hat sich ziemlich unerwartet eine ganz neue  (Netzwerk-) Ökomomie ergeben

Trotz dieser radikalen Transformation hat sich die Art, wie sich große Organisation/ Konzerne formieren in den letzten 2000 Jahren (s. Bild rechts) so gut wie gar nicht verändert. Mit dem Siegeszug des Internets hat das hierarchische Top-Down Organisationsmodell jedoch starke Konkurrenz bekommen. Dezentrale Organisationsformen entstehen in und um bestehende hierarchisch aufgestellte Strukturen und erfordern ein Umdenken in Denk- und Arbeitsweisen. Wenn man jedoch in Unternehmen nachfragt, wodurch in Vergangenheit die meisten Probleme in Projekten verursacht wurden, dann ist es genau dieses notwendige  „Umdenken“, der meistgenannte Mangel (noch vor fehlendem Management- oder Mitarbeitersupport und unzureichenden finanziellen und zeitlichen Ressourcen) . Das bedeutet also, dass es in Zukunft eine der größten, wenn nicht sogar die größte Herausforderung sein wird, die Arbeitskultur zu verändern und „neue Formen der Zusammenarbeit“ zu etablieren.

Was braucht es nun für den Wandel von Arbeits- und Unternehmenskultur, um in der Projektwirtschaft anzukommen? Nach Herrn Neus werden sich in Zukunft vermehrt flexible Netzwerkorganisationen mit transparentem und inspirierendem Leadership, welches Visionen vermitteln und begeistern kann und (Projekt-)Mitarbeiter zur Selbständigkeit befähigt, erfolgreich gegen die schwer zu manövrierenden Konzerndampfer am Markt etablieren können.

Fazit: Uns wurde ein frischer wissenschaftlicher Blickwinkel präsentiert, der sich fast nahtlos an die Fragestellungen und Diskussionen anschloss, die wir auf der bisherigen JamCamp Bustour diskutiert haben. Wir sind gespannt auf den weiteren Austausch mit Herrn Neus und seinen Kollegen und Studenten. Für alle die selber mal mit den Professoren und Studenten des KSRI diskutieren wollen bietet sich vom 18. – 22. Juli  auf der „1st Karlsruher Summer School of Service Research 2010“. die Möglichkeit dazu. Anmeldung und alle weitere Infos auf: service-summer.org

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